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	<title>In Sachen Klimawandel</title>
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		<title>Leise Töne und vertrauensbildende Maßnahmen sind der Weg zu klimapolitischen Fortschritten in Katar</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2012 09:47:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Vom 26. November bis 7. Dezember 2012 treffen sich 193 Staaten und die Europäische Union zur 18. UN-Klimakonferenz (COP 18) in Doha, Katar. Im Zentrum steht die Fragen einer Verlängerung des Kyoto-Protokolls, die dringend geboten ist.  Radikale Beschlüsse sind nicht zu erwarten – sie wären auch fehl am Platz. Denn noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_19" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2009/10/reimund_schwarze200px.jpg"><img class="size-full wp-image-19" title="reimund_schwarze200px" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2009/10/reimund_schwarze200px.jpg" alt="Prof. Reimund Schwarze, Klimaexperte am UFZ" width="200" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Prof. Reimund Schwarze, Klimaexperte am UFZ</p></div>
<p></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Vom 26. November bis 7. Dezember 2012 treffen sich 193 Staaten und die Europäische Union zur 18. UN-Klimakonferenz (COP 18) in Doha, Katar. Im Zentrum steht die Fragen einer Verlängerung des Kyoto-Protokolls, die dringend geboten ist.  Radikale Beschlüsse sind nicht zu erwarten – sie wären auch fehl am Platz. Denn noch immer ist der Kopenhagen-Komplex nicht überwunden. Eine Einschätzung von Prof. Reimund Schwarze, der die internationalen Klimaverhandlungen für das UFZ beobachtet und kommentiert.</p>
<p><span id="more-1031"></span></p>
<p>Eine Hiobsbotschaft jagt die andere: Der globale CO<sub>2</sub>-Ausstoß wächst ungebremst, jetzt auf den <a title="Ausstoss von Kohlendioxid" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/co2-ausstoss-weltweit-erreicht-2011-rekordhoch-a-867010.html" target="_blank">höchsten Wert in der Menschheitsgeschichte</a>, während die Folgen des Klimawandels sich viel heftiger als erwartet in den arktischen Regionen und auf den Gletschern bereits heute zeigen. Vor diesem Hintergrund treffen sich die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls der Vereinten Nationen in Doha/Katar. Ausgerechnet in Katar, einem Land, das in den letzten Jahrzehnten eigentlich nur durch seine Blockadepolitik in den UN-Verhandelungen auf sich aufmerksam machte und das seine Abhängigkeit von fossilen Energieträgern durch <a title="Massive Subventionen von Energieträgern" href="http://library.fes.de/pdf-files/iez/global/09464.pdf" target="_blank">massive Subventionen</a> der Energiepreise zementiert. <a title="Erwartung an die Klimakonferenz in Doha" href="http://www.dw.de/geringe-erwartungen-an-weltklimakonferenz/a-16395692?maca=de-twitter_de_wissenschaft-4002-xml-mrss" target="_blank">Viel erwarten kann da man nicht!</a> Deshalb fahren die meisten Staatschefs gar nicht erst hin oder schicken die zweite Garde zum Verhandeln.</p>
<p>Dabei steht viel auf dem Spiel! Wenn in Katar das Kyoto-Protokoll nicht verlängert wird, entsteht eine Regelungslücke in der internationalen Klimapolitik im folgenden Jahr, die zu heftigen Verwerfungen im weltweiten Emissionshandel führen könnte. Der sog. Clean Development Mechanism (CDM), eine Form der projektbezogenen internationalen Klimaschutzkooperation, verbucht gerade das 5000-ste Projekt und damit über 1 Milliarden Tonnen CO2-Reduktion. Der CDM würde ohne diese Verlängerung über Nacht der rechtlichen Grundlage beraubt. Die Preise am Emissionsmarkt fielen ins Bodenlose. Und das bliebe auf Sicht auch nicht ohne Folgen für den Europäischen Markt für Emissionsrechte, der heute schon unter einer <a title="Zögerliche EU-Politik" href="http://m.taz.de/Handel-mit-CO2-Zertifikaten/!105560;m/" target="_blank">zögerlichen EU-Politik</a> leidet.</p>
<p>Das Hauptziel für Katar ist daher klar: Die zweite Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokolls muss her, egal wie klein die Gruppe der teilnehmenden Staaten ist und unambitioniert die Zusagen sein mögen. Denn es geht um die Rettung einer Institution, der rechtlichen Hülle, die das Kyoto-Protokoll bietet, auch wenn diese ohne Inhalt (zunächst) bleibt. Institutionen zählen. Sie sind das logische Prior für jeden Erfolg der Emissionsreduktion. Das hat bereits der erste Vorsitzende des Weltklimarats, Bert Bolin, wiederkehrend betont und gilt weit über den Bereich der internationalen Klimapolitik hinaus.</p>
<p>Die jetzt überall wohlfeil <a title="Alternativen zu globalen Emissionshandel" href="http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/12516-und-wieder-eine-klimakonferenz" target="_blank">angebotenen Alternativen</a> eines globalen Emissionshandels, einer globalen CO<sub>2</sub>-Steuer oder gar der Abkehr von den UN-Verhandlungen helfen nicht weiter, sondern lenken vom eigentlichen Problem einer nötigen, schrittweisen Transformation unserer fossil-basierten Produktionsweise ab. Diese wird nur in einem zähen, notwendigerweise weltweiten, und sogar kulturellen Ringen um den Weg in das nachfossile Zeitalter erreicht. Der erste Schritt sind dabei weltweite Maßnahmen der Energieeinsparung und die Beseitigung von Subventionen für die Energieverschwendung. Katar könnte hier voran gehen und seinen ernsten Willen zur konstruktiven Führung der internationalen Klimaverhandlungen demonstrieren. Praktisch sind die nächsten Fortschritte in der Klimapolitik aber eher in einer Verbindung mit einer globalen Energieeffizienz-Kampagne zu erwarten. Es geht dabei um einen Krieg gegen die Verschwendung, um Einsparungen bis zu einem Faktor 10, wie Christian von Weizsäcker und Charlie Hargroves seit vielen Jahren in vielen Sprachen der Welt gezeigt haben. Dieses Buch hat mittlerweile in Asien mehr Anhänger als in Europa – und das zeigt eine Chance auf. Südkorea und China haben diese Chance erkannt und investieren Multimilliarden in die Verbesserung ihrer Energie- und Ressourcenproduktivität. Die viel zitierte Gefahr, mit einer solchen Effizienzkampagne den Druck von Energiepreisen zu nehmen (kurz: Rebound), kann nicht schrecken – denn die Alternative ist nicht eine Welt der Beschränkung des Wachstums, sondern eine Welt des „dreckigen“ Wachstums oder eines „weniger dreckigen“ Wachstums.</p>
<p>Der CDM hat sich dabei als ein durchaus wirksamer Hebel zur Verbreitung dieser Energieeinsparung erwiesen – trotz vieler Schwächen und Geburtsfehler. Aber die sind heilbar, wie die aktuelle Diskussion um die Fortentwicklung des CDM in der UN-Kommission gezeigt hat. Also auch hier eine Institution, die erhalten werden sollte. Klimapolitik, so lautet sinngemäß ein Lehrsatz des MIT-Ökonomen Richard Schmalensee, wird nicht in Gigatonnen Emissionsreduktion gemessen, sondern in der Schaffung flexibler Institutionen, die anpassungsfähig sind, die eine Krise wie die gegenwärtige überdauern – nicht mit <a title="Alternativen zur globalen Emissionsreduktion" href="http://www.klimaretter.info/standpunkte/12392-neue-deutsche-klimaaussenpolitik-herr-altmaier-uebernehmen-sie" target="_blank">grandiosen Alternativen</a>, die nicht mehr als Blaupausen sind.</p>
<p>An der UN geht deshalb auch kein Weg vorbei. Klimaschutz wird es erst in einem kleinen Kreis geben, wenn der Klimawandel Ausmaße angenommen hat, das er auf die Tagesordnung des Weltsicherheitsrats kommt – und das möge uns allen erspart bleiben!  Dazu müsste wir die 4°-Welt schon betreten haben, die jetzt noch düster am Horizont nur droht. Damit es aber in einem weltweiten Konsensprozess wie der UN weiter gehen kann, ist zunächst der Kopenhagen-Komplex zu überwinden. Der Versuch von einigen wenigen Staaten der Welt in Kopenhagen, das Klimaproblem im Hauruck-Verfahren einer Hinterzimmer-Diplomatie zu lösen, ist grandios gescheitert. Er hat ein Misstrauen erzeugt, an dem die Verhandlungen heute noch leiden. Leise Töne und kleine, vertrauensbildende Maßnahmen sind daher auch in Katar der Weg, auf dem Fortschritte erzielt werden können.</p>
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		<title>acatech Position „Anpassungsstrategien in der Klimapolitik“</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 17:47:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum der Anpassungsdialog am Klimaschutz-Dissens gescheitert ist und scheitern musste. Oder: Welchen Stellenwert hat der Stand der Wissenschaft?
Ein Bericht von der Ergebnispräsentation am 22.10.12 in Berlin
von Clemens Heuson

Wenngleich seitens der Wissenschaften seit geraumer Zeit die letzten Zweifel ausgeräumt sind, dass der Anpassung (Adaptation) neben der Vermeidung von Treibhausgasen (Mitigation) eine essentielle Rolle im klimapolitischen Strategiemix [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Warum der Anpassungsdialog am Klimaschutz-Dissens gescheitert ist und scheitern musste. Oder: Welchen Stellenwert hat der Stand der Wissenschaft?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Ein Bericht von der Ergebnispräsentation am 22.10.12 in Berlin</p>
<p style="text-align: left;">von Clemens Heuson</p>
<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_1013" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2012/10/heuson250px.jpg"><img class="size-full wp-image-1013" title="Clemens Heuson" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2012/10/heuson250px.jpg" alt="Clemens Heuson" width="250" height="217" /></a><p class="wp-caption-text">Clemens Heuson</p></div>
<p style="text-align: left;">Wenngleich seitens der Wissenschaften seit geraumer Zeit die letzten Zweifel ausgeräumt sind, dass der Anpassung (Adaptation) neben der Vermeidung von Treibhausgasen (Mitigation) eine essentielle Rolle im klimapolitischen Strategiemix zukommt, so fristet das Anpassungsthema, anders als der Klimaschutz,  im gesellschaftlichen und medialen Diskurs ein ausgeprägtes Schattendasein. Dies hat sich mit der Berichterstattung über die <a href="http://www.acatech.de/de/publikationen/stellungnahmen/acatech/detail/artikel/anpassungsstrategien-in-der-klimapolitik.html">acatech Position „Anpassungsstrategien in der Klimapolitik“</a> – zumindest vorübergehend – schlagartig geändert (siehe z. B. <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-in-deutschland-technik-akademie-verwaessert-bericht-zum-klima-1.1503477">Beitrag in der SZ</a>). Auslöser war der Austritt von vier Klimaexperten aus der Projektgruppe, die sich weigerten, die Position weiter mitzutragen. Was sind die Hintergründe des Austritts und ist dieser gerechtfertigt? Welche Lehren können aus der acatech Position und der damit verbundenen Debatte für die Anpassungspolitik gezogen werden?</p>
<p><span id="more-1012"></span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Hintergrund und Intention der Studie</strong></p>
<p style="text-align: left;">Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (<a href="http://www.acatech.de/">acatech</a>) versteht sich als Arbeitsakademie und hat dementsprechend den Anspruch, Politik und Gesellschaft in technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen auf dem besten Stand des Wissens zu beraten. Insbesondere soll dabei der Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gefördert werden. Die aktuelle acatech Position wurde als Beitrag zur Fortentwicklung der Anpassungsstrategie in Deutschland anberaumt und über den Zeitraum eines Jahres von einer 35-köpfigen Expertengruppe (exklusive der vier ausgetreten Forscher) aus Wissenschaft (Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Medizin) und Wirtschaft erstellt. Vor dem Hintergrund stockender globaler Mitigationsanstrengungen plädiert die Studie für eine Stärkung der Adaptation im klimapolitischen Mix und hält einschlägige politische Handlungsempfehlungen vor. Zudem soll die Anpassungsthematik samt Risiken und Chancen des Klimawandels im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert und dem breiten Diskurs zugänglich gemacht werden: „Wir wollen die Anpassung zum Thema für Cocktailparties und Biertische machen“, so Prof. Mosbrugger, Mitglied der Steuerungsgruppe des Projekts, im Rahmen der Podiumsdiskussion zur Präsentation der Studie.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong>Handlungsempfehlungen: Uneingeschränkt konsensfähig, aber wenig innovativ und konkret</strong></p>
<p style="text-align: left;">Der Kern der Studie besteht im Wesentlichen aus 19 politischen Handlungsempfehlungen, die, auf Basis einer Abschätzung des jeweiligen Anpassungsbedarfs, für die Sektoren bzw. Handlungsfelder</p>
<ul style="text-align: left;">
<li>Natürliche Ressourcen,</li>
<li>Stadtentwicklung, Infrastruktur und Küstenschutz,</li>
<li>Energie,</li>
<li>Mobilität,</li>
<li>Gesundheit sowie</li>
<li>Internationale Aspekte</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">abgegeben werden. So wird beispielsweise für den Energiesektor empfohlen, Gelegenheitsfenster zu nutzen, die sich bei den im Rahmen der Energiewende notwendigen Investitionen auftun; sprich, diese sollten frühzeitig auf zukünftige klimatische Rahmenbedingungen ausgerichtet werden um nachträgliche, wesentlich teurere Anpassungen zu vermeiden. Ferner gelte es, Anpassungserfordernisse in Regelwerke, wie die Netzregulierung, einzubringen. Was den Mobilitätssektor betrifft, wird u. a. für technische Anpassungen im Schienenverkehr und Anpassungen von Entwässerungs- und Kanalisationssystemen in der Straßeninfrastruktur geworben. Betont wird auch die besondere Bedeutung der (Grundlagen-) Forschung in den Bereichen ‚natürliche Ressourcen‘ (z.B. bzgl. langfristiger Wirkungen des Klimawandels auf die Artenvielfalt) oder ‚Gesundheit‘ (z.B. bzgl. des Zusammenhangs zwischen Klimaveränderung und Krankheitsverlauf).</p>
<p style="text-align: left;">Allen Empfehlungen sind zwei Eigenschaften gemein. Zum einen sind sie wenig bis gar nicht konkret – die einzelnen Empfehlungen werden nur mit wenigen Sätzen erläutert, mitunter bleibt es bei der stichpunktartigen Benennung. Dies wird vom Autorenkreis der Studie selbst eingeräumt und letztlich dem Umstand zugeschrieben, dass „hierfür  regionale Klimamodelle benötigt werden, die sich noch in einer Entwicklungsphase befinden, wofür eine Intensivierung der relevanten Forschungsarbeiten empfohlen wird.“ Zum anderen ist zu konstatieren, dass die Empfehlungen allesamt wenig überraschend und innovativ sind. Mit anderen Worten, sie sind der „Anpassungs-Community“ hinlänglich bekannt und dürften somit (in der Fachwelt) auf wenig Widerspruch stoßen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong>Der Stein des Anstoßes: Zweifel am Stand der Wissenschaft</strong></p>
<div id="attachment_1014" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2012/10/uebergabe_acatec_bericht.jpg"><img class="size-full wp-image-1014" title="Übergabe Acatec Bericht" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2012/10/uebergabe_acatec_bericht.jpg" alt="Übergabe der Position von acatec Präsident Prof. Hüttl an Staatssekretärin Reiche (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)" width="250" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">Übergabe der Position von acatech Präsident Prof. Hüttl an Staatssekretärin Reiche (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)</p></div>
<p style="text-align: left;">Als Zwischenfazit kann also festgehalten werden, dass die Studie mit der anpassungspolitischen Beratung und der Schaffung eines gesellschaftlichen Bewusstseins für die Notwendigkeit der Anpassung ein berechtigtes und wichtiges Anliegen verfolgt. Zudem sind die abgegeben Empfehlungen, wenn auch relativ abstrakt, sachlich richtig und konsensfähig. Was also hat die Klimaforscher dazu bewegt, aus dem Projekt auszusteigen? Des Pudels Kern ist die Haltung der Studie (bzw. der Steuerungsgruppe) zum Stand der Wissenschaft, konkret zu den allgemein anerkannten Erkenntnissen der Klimaforschung. Vordergründig betont acatech Präsident Prof. Hüttl im Rahmen der Präsentation, dass die Akademie – entgegen vergangener Zweifel – den Stand der Klimaforschung anerkenne und zur Grundlage seiner Position gemacht habe. Allerdings zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass dem mitnichten so ist und fundamentale Erkenntnisse der Klimaforschung explizit oder unterschwellig infrage gestellt bzw. wissenschaftlich nicht haltbare Standpunkte vertreten werden.</p>
<p style="text-align: left;">Am augenfälligsten ist der Zweifel am, gemäß <a href="http://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/syr/en/mains2-2.html">IPCC</a>, sehr wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zwischen globaler Erwärmung und anthropogenen Treibhausgasemissionen. Die Akademie mutmaßt, dass letztere angesichts von Phänomenen wie Vulkanausbrüchen oder der Sonnenaktivität nur einen vergleichsweise geringen Beitrag zur Erwärmung verursachen und begründen damit eine starke Fokussierung auf Anpassungsanstrengungen. Zudem wird wiederholt und mit Nachdruck betont, dass der Klimawandel in Deutschland grundsätzlich beherrschbar sei. Diese Aussage ist allerdings ohne wissenschaftliche Grundlage, <a href="http://www.spektrum.de/alias/klimazwist/die-risiken-wurden-weichgespuelt/1168148">so Prof. Cramer</a>, einer der ausgetretenen Klimaforscher.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Austritt legitim und notwendig</strong></p>
<p style="text-align: left;">Ist der Austritt der Klimaforscher angesichts dieses Sachverhalts legitim? Meines Erachtens ist diese Frage aus den folgenden drei Gründen eindeutig zu bejahen, vielmehr sendet der Austritt sogar ein sehr wichtiges klimapolitisches Signal aus.</p>
<p style="text-align: left;"><em>1)  Vermeidung von „Nirwana-Diskussionen“ und Orientierung für politische Entscheidungen</em></p>
<p style="text-align: left;">Sicher zeichnet sich jedweder demokratische Diskurs durch Meinungsfreiheit aus; insbesondere dürfen und sollen auch Meinungen vertreten werden, die nicht dem gängigen Mainstream entsprechen. Aber wie sinnvoll ist es, allgemein anerkannte wissenschaftliche  Erkenntnisse infrage zu stellen und somit die vorhandene, wertvolle Wissensbasis der Diskussion zu entziehen? Wenn wir uns nicht einmal auf den kleinsten gemeinsamen Nenner wissenschaftlicher Erkenntnisse einigen können, endet dann nicht jeder Diskurs, insbesondere auch der klimapolitische, im Nirwana? Der Politik bleibt dann nichts anderes, als ihre Entscheidungen allein durch die Abwägung verschiedener Partikularinteressen zu treffen; eine wissenschaftliche Fundierung ist so nicht mehr möglich. Insofern ist es durchaus verständlich, dass sich Vertreter der forschenden Zunft derartigen Debatten versperren.</p>
<p><em>2) Wissenschaftlicher Anspruch der Akademie</em></p>
<p style="text-align: left;">Was für den allgemeinen demokratischen Diskurs gilt, gilt erst recht für die acatech Position: acatech als Akademie beansprucht das Prädikat der Wissenschaftlichkeit und muss daher auch den Stand der Wissenschaft anerkennen. Dieser Grundsatz wurde jedoch eindeutig verletzt – nicht nur, weil mit Prof. Vahrenholt ein Mitglied der Steuerungsgruppe den anthropogenen Treibhauseffekt  in seinem Buch „<a href="http://www.kaltesonne.de/">Die kalte Sonne</a>“ ohne jegliche wissenschaftliche Fundierung anzweifelt, sondern auch weil dieser Zweifel – trotz nachträglicher Relativierung des acatech Präsidenten – Eingang in die finale Fassung der Studie gefunden hat. Die Verweigerung der Klimaforscher, diese Studie mitzutragen, ist nur die logische Konsequenz.</p>
<p style="text-align: left;"><em>3) Gefährliche Signalwirkung der acatech Postition</em></p>
<p style="text-align: left;">Das Herunterspielen des menschlichen Beitrags zur globalen Erwärmung und die Vermittlung der Beherrschbarkeit der einschlägigen Folgen und Risiken für Deutschland (auch im Falle des Scheiterns der internationalen Klimaschutzverhandlungen) senden die Botschaft aus, dass die absolute Priorität der Klimapolitik auf der Anpassung liegen sollte, wogegen die Vermeidung nur eine untergeordnete Rolle spielt – im Rahmen der Ergebnispräsentation wurde dies explizit, allen voran durch Dr. von Dohnany, Mitglied der Projektgruppe, explizit bekräftigt. Doch diese Botschaft ist fatal, da sie den elementaren Zusammenhang zwischen Mitigation und Adaptation verkennt. Bei ausbleibendem Erfolg internationaler Vermeidungsanstrengungen wäre die Menschheit mit Temperaturanstiegen bis zu 4°C einem noch nie dagewesenen Wandel ausgesetzt. Von einer Beherrschbarkeit der Folgen kann hier nicht mehr die Rede sein, vielmehr stößt die Anpassung an ihre Grenzen (siehe z. B. die <a href="http://rsta.royalsocietypublishing.org/content/369/1934/6.abstract">Studie der Royal Society</a>). Vor diesem Hintergrund war der Austritt der Klimaforscher absolut notwendig, um eine klare Gegenposition zu beziehen und zu verdeutlichen, dass eine mittel- und langfristig effektive Anpassungspolitik notwendigerweise ambitionierte Vermeidungsanstrengungen voraussetzt.</p>
<p><strong>Was bleibt?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Als unstrittig positiv zu bewerten ist das Anliegen der Studie, die Enttabuisierung der Anpassung (als „unlautere, moralisch minderwertige Option im Vergleich zur Mitigation“) weiter voranzutreiben und die Anpassung dem breiten gesellschaftlichen Diskurs zuzuführen. Die Studie erweist sich für diesen Zweck durchaus als probates Mittel, da sie ein übersichtliches, verständliches Bild der sektorspezifischen Anpassungserfordernisse in Deutschland zeichnet. Die einschlägigen Handlungsempfehlungen sind bislang freilich, der Natur der Studie geschuldet, wenig konkret und bieten somit Raum für Folgeprojekte.</p>
<p style="text-align: left;">Entschieden abzulehnen sind allerdings die Mittel, die gewählt wurden, um das Anpassungsthema zu pushen. Die essentielle Bedeutung der Anpassung für einen ausgewogenen, effektiven klimapolitischen Mix ist hinreichend belegt. Dazu bedarf es weder einer Anzweiflung der allgemein anerkannten Erkenntnisse der Klimaforschung und der damit verbundenen Abwertung der Mitigation, noch eines übertriebenen Pessimismus hinsichtlich der Erfolgsaussichten globaler Vermeidungsanstrengungen.</p>
<p style="text-align: left;">Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass die Akademie ihr ursprüngliches Anliegen weiter verfolgt und dazu beiträgt, die Anpassung im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern – allerdings mit einem klaren Bekenntnis zu einer ambitionierten Mitigationspolitik und deren Notwendigkeit für eine effektive Anpassung.</p>
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		<title>Branson-Investment Fond finanziert 100% Erneuerbare in 10 Inselstaaten</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Sep 2012 15:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arnhold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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So oder ähnlich könnte die Schlagzeile der FAZ in 2018 lauten, wenn die Geschäftsidee des Virgin-Gründers und Multimilliardärs Sir Richard Branson Wirklichkeit wird.  Die von ihm gegründete „Carbon War Room“-Initiative tagte am Donnerstag und Freitag letzter Woche erstmalig in Berlin, um Geschäftsideen zu entwickeln, die eins gemeinsam haben sollten: Sie sollen Gigatonnen Kohlenstoff einsparen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_1006" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2012/09/richard_branson200px.jpg"><img class="size-full wp-image-1006" title="richard_branson200px" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2012/09/richard_branson200px.jpg" alt="Pressefrühstück mit Sir Richard Branson; Bildquelle: Shen/Triad Berlin" width="200" height="132" /></a><p class="wp-caption-text">Pressefrühstück mit Sir Richard Branson; Bildquelle: Shen/Triad Berlin</p></div>
<p style="text-align: left;">So oder ähnlich könnte die Schlagzeile der FAZ in 2018 lauten, wenn die Geschäftsidee des Virgin-Gründers und Multimilliardärs Sir Richard Branson Wirklichkeit wird.  Die von ihm gegründete „Carbon War Room“-Initiative tagte am Donnerstag und Freitag letzter Woche erstmalig in Berlin, um Geschäftsideen zu entwickeln, die eins gemeinsam haben sollten: Sie sollen Gigatonnen Kohlenstoff einsparen, Milliarden US-Dollar mobilisieren und wirkliche Durchbrüche darstellen.</p>
<p><span id="more-1002"></span></p>
<p style="text-align: left;">Deutschland ist dabei für Branson der Brennpunkt für die Verwirklichung dieser bahnbrechenden Geschäftsideen. „Das deutsche Wirtschaftswunder braucht“, so Peter Bosch von Volkswagen, dem deutschen Hauptsponsor der Veranstaltung, „eine neue grüne DNA, um der Welt vorzuführen, wie man Wohlstand, Wachstum und Klimaschutz verbinden kann“. Seine Vorstellung eines „Klimawohlstandsportals“ mit  Demonstrationsbeispielen für Energieeinsparmaßnahmen im Bereich der Industrie fand dann auch den größten Applaus im versammelten Kreis der Wirtschaftslenker. „Die Bereitschaft der großen Firmen zur Mitwirkung besteht, selbst wenn dabei Betriebsgeheimnisse berührt würden“, versicherten die anwesenden Industriekapitäne.</p>
<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_1007" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2012/09/pressefruehstueck200px.jpg"><img class="size-full wp-image-1007" title="pressefruehstueck200px" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2012/09/pressefruehstueck200px.jpg" alt="Wirtschaftsvertreter starteten in Berlin die Initiative &quot;Carbon War Room&quot;. Mit dabei der der britische Fluglinien-Gründer und Multimilliardär Sir Richard Branson. Bildquelle: Shen/Triad Berlin" width="200" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Wirtschaftsvertreter starteten in Berlin die Initiative &quot;Carbon War Room&quot;. Mit dabei der der britische Fluglinien-Gründer und Multimilliardär Sir Richard Branson. Bildquelle: Shen/Triad Berlin</p></div>
<p style="text-align: left;">Der Schlüssel zum Umsetzungserfolg liegt aber im Finanzsektor und bei den Rating-Agenturen. Das zeigten die anderen Geschäftsideen, die in der geschichtsträchtigen Berliner Siemens-Villa vorgestellt wurden. Eine internationale „Carbon Rating“-Agentur soll einheitliche Standards für bis zu 650 Milliarden USD grüne Investments weltweit durchsetzen, ein „Special Purpose Vehicle“ soll die wirtschaftlichen Interessen von Schiffseignern, Anlegern und CleanTech-Industrien verbinden, um damit 70 Milliarden USD für Einsparmaßnahmen im Schiffsverkehr zu mobilisieren, und eine internationale Logistik-Plattform soll durch abgestimmte Frachten „die LKWs voll und die Straßen leer“ machen, um damit mehr als 20% des Energieverbrauchs in diesem Sektor einzusparen, wie der scheidende DHL-Vize Keith Ullrich in Berlin sagte. Das übergreifende Thema aller Geschäftsideen lautet, so Professorin Grit Walther von der RWTH Business School: „Wie kann man die falsche Wahrnehmung korrigieren, Investitionen im Klimaschutz seien risikoreicher als irgendwelche anderen Investitionen, denn das Gegenteil ist der Fall“. Darin war sie sich mit den ca. 400 Teilnehmer am Ende der Veranstaltung einig. Über die Gefahren des Rebound einer solchen, ausschließlich auf Effizienzsteigerung ausgerichteten Klimaschutzstrategie wurde in der euphorischen Aufbrauchstimmung des Berliner Klimawirtschaftsgipfels allerdings nicht diskutiert.</p>
<p style="text-align: left;">Prof. Dr. Reimund Schwarze</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Informelle Vorverhandlungen in Bangkok klären die Ausgangspositionen für Katar</title>
		<link>http://blog.ufz.de/klimawandel/archives/976</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Sep 2012 08:18:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf einem informellen Vorbereitungstreffen in Bangkok in der letzten WOCHE haben die Staaten der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in entscheidenden Fragen Positionen bezogen, aber zum Schlagabtausch kam es nicht. Dieser wurde auf das förmliche Treffen (COP18) der Politiker des &#8220;high level segment&#8221;  in Doha/Katar im Dezember vertagt.

Die Fragen für das Entscheidungstreffen in Doha lauten: Wie kann es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_831" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/reimund_schwarze250px.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-831" title="Prof. Reimund Schwarze, Klimaexperte am UFZ &amp; CSC. Foto: A. Künzelmann/UFZ" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/reimund_schwarze250px-150x150.jpg" alt="Reimund Schwarze, Klimaexperte am UFZ &amp; CSC. Foto: A. Künzelmann/UFZ" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Reimund Schwarze, Klimaexperte am UFZ &amp; CSC. Foto: A. Künzelmann/UFZ</p></div>
<p>Auf einem informellen Vorbereitungstreffen in Bangkok in der letzten WOCHE haben die Staaten der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in entscheidenden Fragen Positionen bezogen, aber zum Schlagabtausch kam es nicht. Dieser wurde auf das förmliche Treffen (COP18) der Politiker des &#8220;high level segment&#8221;  in Doha/Katar im Dezember vertagt.</p>
<p><span id="more-976"></span></p>
<p>Die Fragen für das Entscheidungstreffen in Doha lauten: Wie kann es einen lückenlosen Übergang zwischen der ersten, in diesen Jahr endenden Phase des Kyoto-Protokolls und Kyoto-2 ab 2013 geben? Wie kann man die Übertragung von &#8220;hot air&#8221; d.h. Emissionsrechten in Russland und der Ukraine, denen keine echte Reduktionsleistungen gegenüber stehen, begrenzen? Wie lang kann die Verpflichtungsperiode von Kyoto-2 sein &#8211; fünf oder acht Jahre &#8211; ohne dass Emissionsanstrengungen &#8220;eingefroren&#8221; werden? Wie können die Arbeitsgruppen des Bali Aktionsplans aufgelöst werden, wenn nicht alle Aufgaben von Bali wie z.B. globale Emissionsziele bis 2020 (der Weltklimarat fordert hierfür Reduktionen zwischen 25 und 40 Prozent) geklärt sind?</p>
<p>In all diesen Fragen wurden in Bangkok die Alternativen in &#8220;informal notes&#8221; und &#8220;non papers&#8221; strukturiert aufgezeigt. Lösungen wurden nicht gefunden. Die Unterhändler kehren nun in ihre Heimatländer zurück, um ein Mandat in diesen Streitfragen einzuholen. Zum entscheidenden Schlagabtausch der Argumente und damit HOFFENTLICH auch zu Lösungen in diesen für die UNFCCC vitalen Fragen kommt es erst im Winter in der Wüste. Ein verabredetes &#8220;kleines Treffen&#8221; vorab (pre-COP) in Seoul/Korea wird daran nichts ändern.<br />
von Prof. Reimund Schwarze (UFZ/CSC)</p>
<p><strong>Download</strong><br />
<a href="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2012/09/enb12555e1.pdf">Summary of the Bangkok Climate Talks</a></p>
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		<title>Schlechte Vorzeichen für Katar</title>
		<link>http://blog.ufz.de/klimawandel/archives/967</link>
		<comments>http://blog.ufz.de/klimawandel/archives/967#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 May 2012 10:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Kommentar von Prof. Dr. Reimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig.
Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit fanden in den letzten beiden Wochen vom 14. bis 25. Mai 2012 internationale Klimaverhandlungen in Bonn statt. „SB36” war ein Treffen der Unterhändler zur Vorbereitung des kommenden Klimagipfels der UN in Katar. Die Verhandlungen waren geprägt durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Ein Kommentar von Prof. Dr. Reimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig.</strong></em></p>
<div id="attachment_831" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/reimund_schwarze250px.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-831" title="Prof. Reimund Schwarze, Klimaexperte am UFZ &amp; CSC. Foto: A. Künzelmann/UFZ" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/reimund_schwarze250px-150x150.jpg" alt="Reimund Schwarze, Klimaexperte am UFZ &amp; CSC. Foto: A. Künzelmann/UFZ" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Reimund Schwarze, Klimaexperte am UFZ &amp; CSC. Foto: A. Künzelmann/UFZ</p></div>
<p style="text-align: left;">Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit fanden in den letzten beiden Wochen vom 14. bis 25. Mai 2012 internationale Klimaverhandlungen in Bonn statt. „SB36” war ein Treffen der Unterhändler zur Vorbereitung des kommenden Klimagipfels der UN in Katar. Die Verhandlungen waren geprägt durch den wegweisenden Beschluss von Durban, das bisherige Regime der Zweigleisigkeit von „Kyoto-Ländern“ und „Nichtkyoto-Ländern“ zu Ende zu bringen.</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-967"></span>Nach dem nächtlichen Kompromissbeschluss von Durban ist gilt: Auch die nicht dem Kyoto-Protokoll beigetretenen (oder aus dem Kyoto-Protokoll zwischenzeitlich ausgetretenen Länder) großen Emittenten wie die USA, China, Indien und Kanada stehen ab 2015 in der Verantwortung für den Klimaschutz. In Durban wurde dafür die so genannte “Durban Plattform for Enhanced Action” (ADP) eingerichtet, die die alten Arbeitsgruppen der Unterhändler zum “Kyoto-Protokoll” und  zur “Langzeitkooperation” schon beim nächsten Treffen in Katar integrieren soll.</p>
<p style="text-align: left;">Was aber noch in den alten Arbeitsgruppen zu tun ist und wie das neue ADP-Regime aussehen wird, welche institutionelle Struktur es haben wird, blieb in Durban unklar. Das blieb auch in Bonn kontrovers. Ein Kompromiss war nur in der letzten Minute möglich. Nach langem Gezerre über das Wie und Wo welcher Institutionen &#8211; mit dem Ziel sie ins eigene Land oder wenigstens ins eigene Verhandlungslager zu holen &#8211; gab es am Freitagabend zumindest ein “zerbrechliches Gleichgewicht”, das den Verhandlungsfahrplan bis Katar nicht gefährdet. Jetzt gibt es erst einmal eine Aufbauorganisation für einige Jahre, die paritätisch von Industrie- und Entwicklungsländern in der Führung besetzt sind. Und es gibt eine Zusage an die afrikanische Gruppe, dass ein Vorsitz ab 2015 zu dieser Ländergruppe geht. Die Verhandlungen darüber wurden in Bonn vielfach vertagt und waren zeitweilig hart im Ton. Das gerade erst wieder nach Durban einziehende Vertrauen in den UN-Prozess wurde durch dieses Gezänk um Posten und Positionen in Bonn erneut geschwächt.</p>
<p style="text-align: left;">Auch in der eigentlichen Sache Klimaschutz gab es keine Fortschritte. Die in Durban beschlossene “Hülle“ für ein Kyoto-Folgeabkommen blieb in Bonn leer; die Zusagen der wenigen verbleibenden Nationen blieben auf dem Stand von Kopenhagen. Auch die EU war nicht bereit mit zusätzlichen Zusagen das Eis zu brechen. Beamten-Mikado, wer sich zuerst bewegt verliert; jeder wartet auf die anderen. So blieb zwar die Rechtsform, aber als Form ohne Inhalt. Die Märkte honorieren die Beschlüsse von Bonn schon jetzt mit einem historischen niedrigen Preis für CO2-Zertifikate von unter 5 Euro &#8211; mit verheerenden Konsequenzen für die Möglichkeit, einen Grünen Klimafonds daraus zu speisen. Nach Bonn bleibt gerade im Bereich der Substanz eines Abkommen alles offen.</p>
<p style="text-align: left;">Eine weitere Runde  von Vorverhandlungen in Bangkok im Herbst muss sein. Viele der Unterhändler empfinden Bonn und Bangkok bereits als zweite Heimat. Da wird man manchmal gemächlich und läuft Gefahr, im eigenen Saft zu schmoren. Impulse von außen, wie etwa der wichtige Beschluss beim Treffen der G8 in Camp David, stärkere weltweite Anstrengungen im Bereich der kurzlebigen, aber sehr klimaschädlichen Treibhausgase Methan und beim Treibhausgas Ruß zu machen, und zugleich zu einer besseren Abstimmung der Klima- mit der Energiepolitik zu kommen, besonders zu einem Ende der weltweit verbreiteten milliardenschweren Subventionierung von Billigenergie, blieben in Bonn unbeachtet.</p>
<p style="text-align: left;">Ob sie auf die Agenda von Katar kommen, ist unwahrscheinlich. Der arabische Vorsitzende wird im Dezember nicht die Scheinwerfer der Welt auf die Sünden im eigenen Land richten. Arabien hat die höchsten Zuwachsraten beim Energieverbrauch und eine Politik der Preiskontrolle für Energie. Studien sprechen davon, dass die Araber bereits in 2036 netto Energie importieren müssen, um ihren immens wachsenden Energiehunger zu stillen. Die Verhandlungen rücken damit immer weiter weg vom Thema „Emissionsreduktion“. Die neue Richtung heißt “Weiter so“ und „Zahlen für die Sünden“. Auf den Gängen von Bonn war das &#8211; eigentlich noch gar nicht in Bonn zum Beschluss anstehende &#8211; Thema Entschädigungszahlungen für Klimaschäden (Loss and Damages) allgegenwärtig. Aber wie könnte es anders sein: Wer, wofür, was an wen für Klimafolgeschäden zu zahlen, ist nicht einfacher zu lösen als die Verteilung der Lasten aus der Emissionsreduktion. Im Gegenteil: Hier geht es naturgemäß um größere Beträge, so dass mit noch stärkeren Konflikten zu rechnen ist. Keine guten Vorzeichen für die Verhandlungen in Katar.</p>
<p style="text-align: left;">Reimund Schwarze</p>
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		<title>Climate change is an innovation challenge &#8211; interview with  Roger Pielke jr.</title>
		<link>http://blog.ufz.de/klimawandel/archives/961</link>
		<comments>http://blog.ufz.de/klimawandel/archives/961#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 09:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arnhold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.ufz.de/klimawandel/?p=961</guid>
		<description><![CDATA[Prof. Dr. Roger Pielke jr. is Professor in the Environmental Studies Program/ Fellow of the Cooperative Institute for Research in Environmental Sciences (CIRES)/ University of Colorado. He is one of the leading international scholars in the field of climate change and energy policy. Pielke&#8217;s research focuses on the interface between science and technology and policy. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_962" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-962" title="DSC_0484_RPj_M" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2012/02/DSC_0484_RPj_M1-150x150.jpg" alt="Prof. Dr. Roger Pielke jr.  (Photo: Dr. Sike Beck)" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Prof. Dr. Roger Pielke jr.  (Photo: Dr. Sike Beck)</p></div>
<p><em>Prof. Dr. Roger Pielke jr. is Professor in the Environmental Studies Program/ Fellow of the Cooperative Institute for Research in Environmental Sciences (CIRES)/ University of Colorado. He is one of the leading international scholars in the field of climate change and energy policy. Pielke&#8217;s research focuses on the interface between science and technology and policy. In 2006 he received the Eduard Brückner Prize in Munich, Germany for outstanding achievement in interdisciplinary climate research. Before joining the University of Colorado, from 1993-2001 Roger  Pielke was a Scientist at the National Center for Atmospheric Research.<br />
Pielke is also author, co-author and co-editor of seven books, including “The Honest Broker: Making Sense of Science in Policy and Politics” published by Cambridge University Press in 2007. His most recent book is “The Climate Fix: What Scientists and Politicians Won&#8217;t Tell you About Global Warming” (September, 2010, Basic Books). <a title="http://rogerpielkejr.blogspot.com/" href="http://rogerpielkejr.blogspot.com/" target="_blank">http://rogerpielkejr.blogspot.com/</a></em></p>
<p><span id="more-961"></span><em>Is there a chance for a low carbon economy?</em><br />
The only way that we will deal with the carbon dioxide issue is if we make low carbon energy consistent with sustaining economic growth. Otherwise there is no chance. This is why we need to be more explicit about policies that stimulate the innovation and deployment of low carbon energy sources as part of our economic growth strategies and not something that is separate from them. Far too often debates on economic growth are either added on at the end when we talk about green jobs but rarely are they integrated into the policy design from the onset. A good climate policy is really a good innovation policy. We have witnessed good innovation policies in many places in Europe and North America. We just have to apply these lessons now to climate change. Things are starting to move in that direction but not as quickly as they should.</p>
<p><em>What would be a good design for a climate change policy? Is there already one somewhere in the world?</em><br />
I would look at some of the areas where we do very well in terms of innovation and I would point at three areas in particular. One is medicine and health. The other is agriculture and the third is military policy. Each of these areas we have seen has been able to create a virtuous cycle of innovation where public health measures have improved, agricultural productivity has improved and the military (for better or worse) has continued to progress. Lessons from these kinds of policies might be applied in the context of energy. I would say a good example of this kind of policy can be found in India where the government has applied a coal tax, which raises money to be invested in clean energy. This is what you might refer to as an energy bridge. In other words we use today’s energy sources that we want to move beyond to provide the resources to invest in tomorrow’s energy. I think this is a smart step.</p>
<p><em>In other words it&#8217;s a question of how we find new technologies for the future and how fast? </em><br />
In my book I propose a strategy of technological agnosticism. If we got rid of every technology that somebody was opposed to, then we would end up living in the dark. Every technology has its opponents and its proponents. And I think that there are research and innovation portfolios that should take a look at all technologies and attempt to improve them. I do believe that the technologies of tomorrow will be the technologies of today, only better. I am not a technologist but I am not very hopeful that someone will invent a magic box that will provide us with plenty of new energy but the technologies that we already have today will be those of tomorrow and we should invest in a broad portfolio because we don&#8217;t know where the in-ventures and break-throughs will be. In the end we will have to make choices. For this reason I think that a country like Germany is right on the verge of making some of these choices: with nuclear vs coal vs gas vs renewables&#8230; There are a lot of places where we have policies and experiments going on to see. And in the end choices have to be made. Technological innovations can shift more of these choices to the public, but in the end the political process will decide. Even a choice between low carbon energy and abstaining from nuclear energy. To me it is not obvious what the public would choose in the end. The only way to go beyond this is through innovations that eliminate these choices. And since we don&#8217;t know the course of innovations I think the best we can do is to invest in speeding up the fact that we have these choices.</p>
<p><em>Do we invest enough?</em><br />
No, it&#8217;s only been over the last few years that attention has been given to investment. The United States government invests something like one hundred billion US dollars in military innovation, something like 30 to 40 billion dollars in medical health innovation and something like two billion dollars in energy.  I think that these figures are similar around the world. It seems that many believe that energy innovation  is something that is outside the public sphere. Oil comes from the ground: it is free. The private sector will take care of all that and governments have these large subsidies for fossil fuels. An important step would be to start thinking about energy as we think of communication technology, IT, medicine and so on and to model policy on other areas where we have actually had a great success in rapid innovation.</p>
<p><em>What about reducing energy consumption?</em><br />
It&#8217;s a little bit of a nuanced message. Efficiency is great. It&#8217;s an important thing and governance should be introducing policies that improve efficiency. But I saw this in Hamburg at a workshop just last week. There was a guy there from RWE and he remarked that although your new TV set might be labeled a high efficiency set what we tend to forget is the fact that people are buying bigger TVs. So more efficiency doesn&#8217;t always mean reduced energy consumption. One of the problems in the climate debate is: A lot of the time we talk about emissions reductions as reductions from what they would have been otherwise – a count of fractional reduction. But what the atmosphere needs is real reductions! Efficiency is important, but it’s usually more important for the economy and wealth generation than it is for reducing emissions to a very low level. In the end, no matter what we do in efficiency to succeed we will have 90% or more of our energy consumption coming from fossil-free sources. I don´t think that there is any other way for the sums to add up.</p>
<p>What are your expectations for the next UN climate negotiations in Durban and to which extent can they help to solve these problems?<br />
I do not expect much.  My view is that a lot of the action on policies related to decarbonization will necessarily take place outside of the UN process. The UN process is very important for issues like REDD, forests, adaptation and could be some kind of measurement in verifications related to emissions or some kind of coordination of innovation policy. But I would expect the most important activities with the largest effect to happen outside of this process.</p>
<p><em>There is a new technology track. Could it be possible to collect money for the new technologies in Durban?</em><br />
Yes, it could be. But this won’t happen in Durban. It would be nice if there were an international process focused on arriving at a carbon price. The second part would then be to decide who has to spend the money to invest in innovation. International negotiations talked a lot about technology transfer, but in order to transfer technologies you have to have them in the first place. But since we don’t have this type of international process that’s where a lot of national government investments that have to be made (from my point of view, politically) would be justified not in terms of climate change, but in terms of jobs, energy security and energy access. Maybe we will make progress on climate change indirectly through progress in these other areas.</p>
<p>You have a blog on the internet. What are your experiences with blogging about the climate?<br />
All in all, blogging in terms of climate change is very rewarding, because I am in touch with experts and members of the public from around the world, so I learn a lot more about my ideas and get a much more in-depth review than I would get from academic journals. However, it’s also important to realize that if you have a blog (especially one that people read) you become a participant in the political process. For better or worse: if your views are read and talked about, then you will have an opposition. People don’t always play fair in the “blogger sphere”, even in academia. As an old saying goes: “If you can’t take the heat, then stay out of the kitchen”. I’m lucky to have a blog, which gets a lot of attention. That’s why you have to be careful: to be fair in your responses, to treat people respectfully and to ask people who share their opinions with you to do the same. If you are a commentator in the newspaper, you have a similar kind of experience. It’s just that these days a blog is more accessible to academics, public debates and many others. It’s not  something, that I would do forever, but at this moment in time it’s been very useful and on the whole enjoyable.</p>
<p><em>What is your feeling about the trend in climate skeptics? </em><br />
In my book I review some public opinion data. There are a lot of weak links in public opinion data but overall for a long time and in most places around the world, there is a strong public belief that humans affect the climate &#8211; sometimes even stronger than scientists will admit. Further, there is a strong public support for action &#8211; even in the United States and elsewhere. One of the ways that the academic community has approached the climate issue is by arguing about the science with the notion that if only people were convinced about the science, then the policy part would be easy. I think that public opinion is a resource. The strong support for action means that if we had the right policies, then we could put them into place. I think that a lot of debate about the skeptics is misplaced. There are many issues in today’s society that makes decisions about what is not a universal perspective on that topic. Thus, I think it’s not that useful to engage in that particular debate. One thing that I have found encouraging is that in my book everybody seems to like the first chapter about the science of climate change. Many of the skeptics like it, many of the alarmists like it too. I think it’s possible to use the science in a way that depolarizes it and instead has people arguing about GDP. It makes values explicit rather than arguing about climate sensitivity or the hockey sticker and silly things like that.</p>
<p><em>What is the proper role of scientists’ expertise in this kind of debate?</em><br />
I think the scientific community has done a great job in identifying a problem that policy-makers and the public might want to respond to. We wouldn’t know about climate change if it wasn’t for the scientific community. But that’s something different than figuring out what to do about it. The expertise we need to draw on for the solutions is much wider: we need more economists, more sociologists, political scientists, philosophers and people with expertise on how decisions are made, to come up with a wider range of choices for decision makers. It should be obvious that the choices that we have had, haven’t done so well. What we need from national and international assessment bodies is an answer to the question:” What could we do next? What else could we do?” This requires the public to engage with experts to come up with alternatives. There is a lot of room left for expertise, but this might not be from the same set of experts that brought the problem to the public in the first place. This is a difficult message, particularly if you belong to that first group of experts, who were used to being in charge.</p>
<p><em>Do you think that the experts were isolated for too long from the public? </em><br />
Well, the challenge of policy design requires expertise, but it requires a different type of expertise. A part of that policy design is public interaction, because you want to know what works with the public and what is accepted. It’s like in many areas of society: you get transportation planners to design roads and railways, but they don’t go out and build them. You have a different set of experts that make a division of responsibility. It’s the same in policy areas: we have central bankers, talking about interest rates, but the people who do the academic research are also not necessarily in the political roles at the same time. They sit in different seats and have different roles.</p>
<p><em>Is there something that we can learn from other big problems in the world for the climate issue or can we learn something from the climate issue for the other big problems in the world?</em><br />
If we look at areas, where we have innovation success, e.g. in medicine, the military, agriculture – those places where lessons could be learnt about good climate policies. The main lesson that I would take from climate policy is that it is possible to get stuck in a policy approach that doesn’t work and it becomes very hard to get out of it. Thus, the policies that are a short-term incremental that are experimental are allowed to fail. Therefore, we recognize that long-term policy takes a series of small steps. I think the climate policy started with this idea of a very large step – a global agreement on targets and timetables. It was proven really right up until Copenhagen that it was difficult to have any alternative view to that. The lesson on climate policy is a bit of humility in policy design.</p>
<p>Do you think we have to readjust our time scale?<br />
It’s okay to have a long time scale, but it has to be consistent with short steps that are politically possible. The political system will make this happen regardless. It will be smarter if we fit into our designs.</p>
<p><em>Should we invest in adaptation and mitigation? Or should we opt for something in particular? </em><br />
To put things straight: these are not trade offs. They are two very different issues. They address very different issues with very different factors on different timescales. This is why adaptation is very important. Mitigation is also very important, but mitigation means paying attention to energy production and its use in society. The two of these can only be addressed on a very large scale with the world´s governments involved. Adaptation takes place in many places around the world for many different reasons (e.g. in Colorado due to water shortages, in Northern Europe it is about access to water in extreme events). It’s not some kind of large-scale decision-making tool. One only creates obstacles by attempting to tie them both together and by saying that rich countries will pay poorer countries for adaptation related to carbon. I don’t think this helps the issue, but rather hinders policy.<br />
<em><br />
Today the tendencies are increasing risks or the occurrence of new risks and not minimizing risks. Are good adaptations so difficult? </em><br />
I would say that the wealthy countries have many more choices about adaptation. Among these choices is also the choice to adapt poorly. The consequences in rich countries are usually economic, e.g. hurricane Katrina or the Japanese Tsunami. We experience a terrible loss of lives after the exceptions. In poor countries the consequences are much more humane and they don’t have the option to adapt poorly.<br />
I do think that a wide range of different outcomes are possible for adaptation. These just look different around the world.</p>
<p><em>Questions by Silke Beck and Tilo Arnhold<br />
Linguistic check by Sarah Gwillym</em></p>
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		<title>Durban – eine Bilanz aus UFZ-Sicht</title>
		<link>http://blog.ufz.de/klimawandel/archives/944</link>
		<comments>http://blog.ufz.de/klimawandel/archives/944#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 16:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arnhold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.ufz.de/klimawandel/?p=944</guid>
		<description><![CDATA[Die Bilanz des UFZ auf der Klimakonferenz kann sich sehen lassen. Fünf Mitarbeiter des UFZ waren auf der Klimakonferenz in Durban um die Verhandlungen zu verfolgen und sich in den zahlreichen Side Events fachlich einzubringen und auszutauschen. Insgesamt haben UFZ-Mitarbeiter auf drei Side Events ihre Arbeiten vorgestellt und waren gefragte Experten.

Zusammen mit dem Deutschen Institut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_946" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-946" title="DSC_3094_043" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/DSC_3094_043-150x150.jpg" alt="Vom 28. November bis 11. Dezember 2011 fand in Durban (Südafrika) die UN-Klimakonferenz statt. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Vom 28. November bis 11. Dezember 2011 fand in Durban (Südafrika) die UN-Klimakonferenz statt. Foto: Tilo Arnhold/UFZ</p></div>
<p>Die Bilanz des UFZ auf der Klimakonferenz kann sich sehen lassen. Fünf Mitarbeiter des UFZ waren auf der Klimakonferenz in Durban um die Verhandlungen zu verfolgen und sich in den zahlreichen Side Events fachlich einzubringen und auszutauschen. Insgesamt haben UFZ-Mitarbeiter auf drei Side Events ihre Arbeiten vorgestellt und waren gefragte Experten.</p>
<p><span id="more-944"></span></p>
<p>Zusammen mit dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) veranstaltete das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)  ein Side Event mit dem Titel “Adapting Natural Resource Management (NRM) in Africa: lessons learnt, ways forward and the ‘sustainable land management programme’”. Auf dem Side Event wurde durch Prof. Dr. Ralf Seppelt (Department Landschaftsökologie) die vom BMBF finanzierte Fördermaßnahme “Sustainable Land Management” vorgestellt. Das die Fördermaßnahme übergreifend unterstützende Wissenschaftliche Begleitvorhaben GLUES ist mit der Koordinations-, Kommunikations- und Synthesegruppe am Department Landschaftsökologie angesiedelt. Der Fokus des Beitrags lag auf den beiden afrikanischen Projekten in Botswana und Madagaskar (→ Link zum Side Event). Diese werden im Rahmen der Fördermaßnahme als zwei von 12 Verbundprojekten gefördert. Es wurden Möglichkeiten erörtert, was ein nachhaltiges Landmanagement für die Vermeidung der Folgen des Klimawandels und für die Anpassung an diese leisten kann.</p>
<p>Die Initiative TEEB – The Economics of Ecosystems and Biodiversity, deren wissenschaftliche Koordination sich am UFZ befindet, wurde durch Johannes Förster in zwei Side Events im Rio Pavillon vorgestellt. Das erste Side Event mit dem Titel “Cities as Green Economic Drivers: Ecosystem Services for Climate Smart Cities” wurde von dem International Council for Local Environmental Initiatives (ICLEI) organisiert und beschäftigte sich mit Möglichkeiten, wie Städte durch eine nachhaltige Planung und Entwicklung Emissionen reduzieren und sich an den Klimawandel anpassen können. In diesem Zusammenhang wurde das “TEEB Manual for Cities” (<a href="http://www.teebweb.org/Portals/25/Documents/TEEB_Manual_for_Cities_Ecosystem_Services_for_Urban_managment___FINAL_2011.pdf">http://www.teebweb.org/Portals/25/Documents/TEEB_Manual_for_Cities_Ecosystem_Services_for_Urban_managment___FINAL_2011.pdf</a> ) vorgestellt und anhand von praktischen Beispielen erläutert, wie ein Fokus auf Ökosystemdienstleistungen zu einer nachhaltigen Entwicklung von Städten beitragen kann.</p>
<p>Das zweite Side Event zu TEEB wurde vom Umweltministerium von Südafrika organisiert und hatte den Titel “<em>Innovative Financing: Harnessing the Value of TEEB</em>”. In einer Podiumsdiskussion wurden Möglichkeiten erörtert, wie der Wert von Ökosystemdienstleistungen durch innovative Finanzmechanismen besser in Entscheidungen integriert werden kann.</p>
<p>Unter dem Dach der Helmholtz-Gemeinschaft haben die UFZ-Wissenschaftler auf den Webseiten des Climate Service Center Germany (CSC, <a href="http://www.climate-service-center.de/cms01/mw/climate_durban/index.html.de">http://www.climate-service-center.de/cms01/mw/climate_durban/index.html.de</a>) und des UFZ (<a href="../">http://blog.ufz.de/klimawandel/</a>) berichtet. Prof. Dr. Reimund Schwarze war bei den deutschen Journalisten als Experte gefragt, wenn es darum ging, die Verhandlungsdokumente zu interpretieren. Der Ökonom arbeitet am UFZ im Bereich „Ökonomie des Klimawandels“ und ist Sprecher für dieses Thema im Rahmen der Klimainitiative der Helmholtz-Gemeinschaft. Gleichzeitig leitet er am Climate Service Center (CSC) in Hamburg die Abteilung „Ökonomie und Politik“. Trotz der vielen UN-Klimaverhandlungen, an denen er bereits in den letzten Jahren teilgenommen hat, bot auch Durban mit der Indaba für Schwarze ein neues, interessantes Erlebnis.</p>
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		<title>Durchbruch oder Hülle ohne Inhalt?</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 11:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arnhold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Durchbruch oder Hülle ohne Inhalt?
Während in Durban draußen gerade die Sonne aufgegangen ist und im Kongresscenter drinnen nicht wenige mit letzten Kräften gegen den Schlaf ankämpfen, geht die längste Klimakonferenz der Geschichte zu Ende. Am Sonntagmorgen um 04:44 Ortszeit werden die Ergebnisse der Konferenz einfach per Applaus im Plenarsaal angenommen. An eine reguläre Abstimmung ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_938" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-938" title="Annahme per Applaus im Morgengrauen. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/DSC_4098_122-150x150.jpg" alt="Annahme per Applaus im Morgengrauen. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Annahme per Applaus im Morgengrauen. Foto: Tilo Arnhold/UFZ</p></div>
<p>Durchbruch oder Hülle ohne Inhalt?</p>
<p>Während in Durban draußen gerade die Sonne aufgegangen ist und im Kongresscenter drinnen nicht wenige mit letzten Kräften gegen den Schlaf ankämpfen, geht die längste Klimakonferenz der Geschichte zu Ende. Am Sonntagmorgen um 04:44 Ortszeit werden die Ergebnisse der Konferenz einfach per Applaus im Plenarsaal angenommen. An eine reguläre Abstimmung ist um diese Zeit schon lange nicht mehr zu denken. Die Zermürbungstaktik der Präsidentschaft ist offenbar aufgegangen. Der große Widerstand scheint gebrochen. Einwände von Ländern wie Bolivien oder Russland werden lediglich noch zur Kenntnis genommen. Das Durban-Paket ist durch.</p>
<p>Aus Durban: Tilo Arnhold und Reimund Schwarze</p>
<p><span id="more-935"></span></p>
<div id="attachment_940" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-940" title="Das Präsidum peitscht die Beschlüsse durch. Foto: T. Arnhold/UFZ" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/DSC_4093_1211-150x150.jpg" alt="Das Präsidum peitscht die Beschlüsse durch. Foto: T. Arnhold/UFZ" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Das Präsidum peitscht die Beschlüsse durch. Foto: T. Arnhold/UFZ</p></div>
<p>Das so genannte Durban-Paket hat eine für alle gültige Regelung mit Rechtskraft unter der Konvention gebracht. (Im Klimadiplomaten-Englisch heißt dies dann: „outcome with legal force under the convention applicable for all“.) Die Zeit der freiwilligen Klimaschutzbeiträge einzelner Länder und die Trennung in Industriestaaten einerseits und Entwicklungs- und Schwellenländer anderseits könnte damit demnächst zu Ende gehen. Europas Klimaverhandler können das als diplomatischen Erfolg verbuchen. Die EU hat die Tagesordnung auf der Konferenz dominiert, neue Allianzen geschmiedet und mit ihrer Alles-oder-nichts-Taktik dafür gesorgt, dass sich alte Lager aufgelöst haben. Am Ende zogen Europa, Entwicklungsländer, USA, Brasilien und andere gemeinsam an einen Strang. Das Lager der Schwellenländer gibt es praktisch nicht mehr. Brasilien und Südafrika sind auf die EU-Position umgeschwenkt. „Lediglich“ China und Indien wehren sich gegen die Umverteilung der Klimalasten. Die Zeit, als die Schwellenländer Klimaschutz als alleinige Aufgaben der Industriestaaten des Nordens abtun konnten, scheint vorbei zu sein. Daran war vor Durban nicht zu denken. Dies steht mit Sicherheit auf der Habenseite der 2011er UN-Klimakonferenz.</p>
<div id="attachment_941" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-941" title="Die ultimative Indaba: USA, Brasilien, EU und andere erstmals zusammen. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/DSC_4045_1202-150x150.jpg" alt="Die ultimative Indaba: USA, Brasilien, EU und andere erstmals zusammen. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Die ultimative Indaba: USA, Brasilien, EU und andere erstmals zusammen. Foto: Tilo Arnhold/UFZ</p></div>
<p>Anderseits stellt sich die Frage: Was ist das Ergebnis eigentlich wert? „We don´t want an empty box“ – „Wir wollen keine leere Verpackung“ war eine der häufigsten Redewendungen vieler Länder in den letzten Tagen. Gelingt es nicht, Durban tatsächlich mit Leben zu füllen, dann könnte aber genau das passieren. Denn an konkreten Beschlüssen mangelt es nach Durban. Der Grüne Klimafond ist beschlossen, seine Finanzierung ist aber noch unsicher. Kyoto wird um mindestens fünf Jahre verlängert. Ein neues verbindliches Klimaabkommen soll spätestens 2015 beschlossen werden und dann 2020 in Kraft treten. Die Staaten sind also immer noch auf dem Weg zu einem Abkommen, dass die Schwächen und Probleme der bisherigen Klimaabkommen beseitigt. Konkrete Reduktionsziele werden, wenn überhaupt, dann erst später verhandelt. Ob in einem Jahr gerade im Erdöl-Emirat Katar ein neues Abkommen Gestalt annehmen wird, stimmt viele Beobachter nachdenklich. Eine drastische Reduktion der Treibhausgase weltweit ist also noch nicht in Sicht – auch wenn in Südafrika vielleicht der diplomatische Grundstein dafür gelegt wurde. Nach wie vor steuert die Menschheit auf eine heiße Zukunft zu. Selbst wenn am Zwei-Grad-Ziel festgehalten wird – die Zeichen stehen immer noch auf drei, vier oder mehr Grad, mit denen die nächsten Generationen zu kämpfen haben werden.</p>
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		<title>Konferenz ohne Ende?</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 22:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arnhold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Durban setzt zeitlich neue Maßstäbe. Inzwischen ist auch der Samstag fast um und das Ende ist immer noch nicht Sicht.
Aus Durban: Tilo Arnhold

Samstagabend kurz vor Mitternacht. Eigentlich sollte die Konferenz schon vor über 24 Stunden zu Ende sein.  Gähnende Leere auf den Gängen.  Es herrscht etwas Anarchie. Im zweiten großen Saal findet „Public Viewing“ statt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_929" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-929" title="Müdigkeit macht sich breit. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/DSC_3958_116-150x150.jpg" alt="Müdigkeit macht sich breit. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Müdigkeit macht sich breit. Foto: Tilo Arnhold/UFZ</p></div>
<p>Durban setzt zeitlich neue Maßstäbe. Inzwischen ist auch der Samstag fast um und das Ende ist immer noch nicht Sicht.</p>
<p>Aus Durban: Tilo Arnhold</p>
<p><span id="more-928"></span></p>
<p>Samstagabend kurz vor Mitternacht. Eigentlich sollte die Konferenz schon vor über 24 Stunden zu Ende sein.  Gähnende Leere auf den Gängen.  Es herrscht etwas Anarchie. Im zweiten großen Saal findet „Public Viewing“ statt. Konferenzteilnehmer haben sich es sich an den Tischen bequem gemacht. Hier haben sie freie Wahl, ob sie bei Simbabwe, Portugal oder anderswo sitzen wollen. Der EU-Sitz ist verwaist – ganz im Gegensatz zum richtigen Sitzungssaal.</p>
<div id="attachment_930" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-930" title="Redebeitrag folgt auf Redebeitrag. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/DSC_3936_117-150x150.jpg" alt="Redebeitrag folgt auf Redebeitrag. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Redebeitrag folgt auf Redebeitrag. Foto: Tilo Arnhold/UFZ</p></div>
<p>Nebenan kämpft die EU noch für ihre Position. Die Berichte zum Kyoto-Protokoll gingen relativ schnell durch. Im anderen Verhandlungspfad geht es dagegen langsamer zu. Beim Langzeitpfad AWG-LCA gibt es eine Wortmeldung nach der anderen. Man wird das Gefühl nicht los, dass dies Teil einer Zermürbungstaktik ist – in der Hoffnung, dass im Morgengrauen der Widerstand gegen die Dokumente einschläft.</p>
<p>Gerade als der Vorsitzende verkündet hat, dass das Dokument der AWG-LCA wird zur COP weitergeleitet, probt Venezuela mal wieder den Aufstand. Kurze Denkpause, dann der Hinweis, dass South African Airways morgen zusätzliche Kapazitäten bereitstellt, um die Konferenzteilnehmer nach Hause zu fliegen. Auch eine Art, sich nicht aufhalten zu lassen.</p>
<div id="attachment_931" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-931" title="Der Plenarsaal kurz vor Mitternacht. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/DSC_3929_118-150x150.jpg" alt="Der Plenarsaal kurz vor Mitternacht. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Der Plenarsaal kurz vor Mitternacht. Foto: Tilo Arnhold/UFZ</p></div>
<p>Kurz vor 23 Uhr wird die Sitzung für eine Pause unterbrochen, danach soll es weitergehen. Auf dem Programm steht noch der Grüne Klimafond (GCF) und vor allem die große Endabstimmung. Ob Durban auch inhaltlich neue Maßstäbe setzen kann, muss sich dann zeigen. Bis dahin wird die Geduld der Anwesenden auf eine harte Probe gestellt.</p>
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		<title>Das Hoffen hält an</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 18:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arnhold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Auf den Gängen des ICC hat das Warten endlich ein Ende. Nach rund sechs Stunden öffnen sich am Abend die Türen des Raumes 21, in dem eine Kerngruppe von 28 Ministern die letzte, vermutlich alles entscheidende Endaba abgehalten hatte. Als der Verhandlungsmarathon gegen 18 Uhr Ortszeit zu Ende ging, zeigten sich die Minister optimistisch. Endlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_919" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-919" title="Bundesumweltminister Norbert Röttgen optimistisch nach der Minister-Indaba. Foto: Tilo Arnhold/UFZ " src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/DSC_3882_108-150x150.jpg" alt="Bundesumweltminister Norbert Röttgen optimistisch nach der Minister-Indaba. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Bundesumweltminister Norbert Röttgen optimistisch nach der Minister-Indaba. Foto: Tilo Arnhold/UFZ</p></div>
<p style="text-align: left;">Auf den Gängen des ICC hat das Warten endlich ein Ende. Nach rund sechs Stunden öffnen sich am Abend die Türen des Raumes 21, in dem eine Kerngruppe von 28 Ministern die letzte, vermutlich alles entscheidende Endaba abgehalten hatte. Als der Verhandlungsmarathon gegen 18 Uhr Ortszeit zu Ende ging, zeigten sich die Minister optimistisch. Endlich gibt es ein Papier, das jetzt im Plenum vor der Öffentlichkeit beraten werden kann.</p>
<p style="text-align: left;">Aus Durban: Tilo Arnhold</p>
<p><span id="more-918"></span></p>
<p style="text-align: left;">Umweltminister Norbert Röttgen hob vor Journalisten hervor, dass das neue Papier die Chance böte, alle Länder ins Boot zu holen. Ziel sei, die Verhandlungen 2015 abzuschließen, um das neue Protokoll 2020 in Kraft treten zu lassen. Sollte es in naher Zukunft wirklich gelingen, die Spaltung der Klimawelt in Industriestaaten und Entwicklungsländer zu überwinden, dann wäre Durban zweifellos ein Erfolg. Aber so weit ist es noch nicht.</p>
<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_921" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-921" title="Auch für EU-Klimakomissarin Connie Hedegaard ist das Ringen noch nicht vorbei. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" src="http://blog.ufz.de/klimawandel/wp-content/uploads/2011/12/DSC_3879_109_small-150x150.jpg" alt="Auch für EU-Klimakomissarin Connie Hedegaard ist das Ringen noch nicht vorbei. Foto: Tilo Arnhold/UFZ" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Auch für EU-Klimakomissarin Connie Hedegaard ist das Ringen noch nicht vorbei. Foto: Tilo Arnhold/UFZ</p></div>
<p style="text-align: left;">Wermutstropfen  des Verhandlungsmarathons von heute Nachmittag: Auf indische Intervention ohne Unterstützung Brasiliens oder der USA wird in der Beschlussvorlage wieder ein „legal outcome“ angestrebt. „Das ist uns zu schwach. Das werden wir bei der Diskussion jetzt nicht akzeptieren. Getragen von unserer Allianz der afrikanischen Staaten, der Inselstaaten, der am meisten verletzbaren Staaten wird diese Formulierung als zu weich abgelehnt werden.  Das heißt, es geht immer noch weiter. Aber gestützt auf eine breite Mehrheit.“ Das ist der nochmals aufgetauchte alte Knackpunkt. „Wir haben an anderen Stellen aber deutlich mehr bekommen als vorher überhaupt nur auf dem Tisch lag.“</p>
<p style="text-align: left;">Wie es weitergeht, wird sich jetzt im Plenum an den Reaktionen auf den Text zeigen. Die nächsten Stunden bleiben spannend.</p>
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