Die Klimaverhandlungen 2010 in Cancún endeten mit einer überwiegend positiven, ja fast schon euphorischen Stimmung, dass die Klimaverhandlungen, nach dem offenem Ende in Kopenhagen, wieder an Einheit und gemeinsamer Zielrichtung gewonnen haben. Entsprechend hoch sind die Erwartungen, dass diese Stimmung der Einheit in Durban zu konkreten Fortschritten führen könnte. Doch bereits in den ersten Tagen zeigt sich, dass in grundlegenden Fragen zur Reduzierung von Kohlendioxidemissionen die Unterschiede größer kaum sein könnten. Wie die internationalen Medien berichten hat Kanada angekündigt sich aus dem Kyotoprotokoll zurückzuziehen, um dadurch keine Verpflichtungen für CO2-Emissionen eingehen zu müssen.


Der erste Tag der 17. Konferenz der UN-Klimarahmenkonvention in Durban neigt sich dem Ende zu. Pünktlich zum Beginn der Verhandlungen hat ein schweres Unwetter Durban heimgesucht und leider auch einige Menschenleben gefordert. Natürlich lässt sich dieses einzelne Wetterereignis nicht direkt auf den Klimawandel zurückführen, jedoch haben Unwetter in dieser Region in den vergangenen Jahren an Häufigkeit und Intensität deutlich zugenommen. Die Anpassung an den Klimawandel ist bereits heute in vielen Regionen der Erde ein überlebenswichtiges Thema und wird in Zukunft noch stärker in den Vordergrund treten. 