Das große Warten

17 Uhr in Durban. Das  Finale hinter verschlossenen Türen hält immer noch an. Die vermutlich letzte Indaba tagt seit Mittag und ringt um ein Abschlussdokument.

Selterer Anblick: Die Türen zur Indaba öffnen sich nur kurz. Nichts dringt nach außen. Foto: Tilo Arnhold/UFZ

Selterer Anblick: Die Türen zur Indaba öffnen sich nur kurz. Nichts dringt nach außen. Foto: Tilo Arnhold/UFZ

Aus Durban: Tilo Arnhold

Im Raum 21 haben sich die Minister und Chefverhandler zurückgezogen. Pro Land sind zwei Personen zugelassen. Gelegentlich wechseln sich die Verhandler ab oder eilen in andere Räume. Nichts dringt nach außen. Der Sicherheitsdienst sorgt dafür, dass sich die Türen immer nur kurz einen Spalt öffnen, wenn jemand hinein oder heraus muss. Indien Chefverhandler hat den Raum genauso verlassen und wieder betreten wie sein US-Kollege. Seit mehreren Stunden geht das nun schon so. Die Fotografen und Kameraleute davor haben größtenteils inzwischen aufgegeben, vor dem Raum zu warten. Es gibt praktisch nichts zu vermelden. Das Verschwinden von Christiana Figueres wurde als schlechtes Omen gewertet. Seit 15:55 Uhr ist nun wieder zurück. 10 Minuten später kommt ein Verhandlunsteilnehmer mit Snacks in der Hand zurück. Es kann also noch dauern.

US-Unterhändler Todd Stern betritt die Indaba. Foto: Tilo Arnhold/UFZ

US-Unterhändler Todd Stern betritt die Indaba. Foto: Tilo Arnhold/UFZ

Die Zeit rennt den Verhandlern davon. Niemand weiß, ob das ursprüngliche Ziel, heute Abend noch einen Beschluss im Plenun zu verabschieden, gehalten werden kann. Gerüchte machen die Runde, dass die Konferenz um 18 Uhr geschlossen werden soll. Knappe zwei Stunden vorher deutet noch nichts auf Auf- oder Abbruch hin. Müdigkeit macht sich breit. Glücklich, wer letzte Nacht ausreichend Schlaf abbekommen hat. Am Durchhaltewillen könnte sich diese Konferenz entscheiden.

Kommentieren